St. Hubertus Schützen Neuss 'Doch noch Dobee' Hubertuszug “Doch noch dobee” von 1986

Hubertuszug “Doch noch dobee” von 1986

St.Hubertus Schützen Neuss

25 Jahre "Doch noch dobee"

August 2010
Ein viertel Jahrhundert des Hubertuszuges „Doch noch dobee“

Die Geschichte hat es vielfach bewiesen: Es bedarf einer Idee!

Zum Beispiel: bei einem sommerlich - schönen Silberhochzeitsfest, das man mit Freunden und Bekannten feiert, den Entschluss zu fassen, einen Schützenzug zu gründen, eine Versammlung in die Gaststätte Fink, Rheydterstraße, einzuberufen und festzuhalten: Wir marschieren (zunächst als Gastzug ) in einem Neusser Schützenkorps mit. So war es bei diesem Hubertuszug im Jahre 1985!

Die grünen Röcke und vor allen Dingen die pflegeleichten schwarzen Hosen der Hubertusschützen hatten es den Mannen angetan, und so meldete man sich im Jahre 1986 beim Hubertuskorps mit folgenden Gründungsmitgliedern an: Oberleutnant Heinz-Gert Kallen, Leutnant Horst Herstix, Feldwebel Günter Michel, Höhnes Ralf Kreuter, Dieter Arndt. Günter Handke, Uwe Burket, Ernst Huster, Dieter Zazworka, Franz-Josef Sosnowski, Günter Arndt, Fred Hilgers und Clemens Mostert.

Der Zugname resultiert aus der Tatsache, dass einige Mitglieder das Schützenwesen bereits kannten, für einige Zeit inaktiv waren und nunmehr anlässlich ihrer Reaktivierung feststellten: „Wir sind doch noch dabei!” Günter Handke unterbreitete nach diesem Ausspruch den Vorschlag, diesen Gedanken op Nüsser Platt zum Zugnamen zu machen: „ Doch noch dobee” wurde zum Zugnamen!

Im zweiten Jahr des Bestehens fand ein Wechsel in der Zugführung statt. Horst Herstix übernahm die Ämter des Oberleutnants und des Schriftführers. Die alljährliche Wiederwahl bestätigte, dass er beide Positionen zur Zufriedenheit seiner Zugkameraden ausführt.

Nicht nur die monatlichen Versammlungen bei „Hermkes Bur“ prägen das Zugleben: Zahlreiche Veranstaltungen, an denen selbstverständlich auch die Damen des Zuges teilnehmen, unterstützen das Gemeinschaftsgefühl. Kegelabende (zum Wohle der Zugkasse), Fahrradtouren oder gemeinsame Besuche von städtischen, gesellschaftlichen Festen.

Der Bericht über den Zug „Doch noch dobee” wäre nicht komplett, würde man an dieser Stelle nicht der Freunde gedenken, die durch einen allzu frühen Tod von uns gingen. Den Gründungsmitgliedern Günter Handke und Ernst Huster war es leider nicht vergönnt, die Früchte der schweren Aufbauarbeit bis zum heutigen Tage zu genießen.

Es ist selbstverständlich, dass eine Schützengemeinschaft im Laufe der Zeit einer personellen Fluktuation unterworfen ist. Die besondere Aufmerksamkeit gilt daher der Aufstockung durch jüngere Mitglieder, was dem Zug bis zum heutigen Tage immer wieder gelungen ist. Eine gesunde Mischung von älteren und jüngeren Zugkameraden ist einer der Zielpunkte in der Arbeit der Zugführung; denn nur auf diesem Wege bleibt das Bestehen des Zuges gesichert.

Eine Bereicherung des Zuges war der Beitritt des Kölner „Narren“ Friedhelm Korsten, den es der Liebe willen nach Neuss trieb und schnell Gefallen am Neusser Schützenfest fand. Spontan schloss er sich uns an und übernahm nach drei aktiven Jahren das schwere Amt als Vergnügungsauschuß-Vorsitzender von unserem Gründungsmitglied Dieter Arndt, der uns in den Jahren zuvor mit ständig neuen Veranstaltungen bei Laune hielt, so das niemals Langeweile aufkam. Was lag aber nahe, als das Friedhelm Korsten uns doch noch dem Karneval näherbrachte und mittlerweile zum siebten Male die besten Tische bei der Karnevalssitzung in seiner ehemaligen Heimat Gymnich sichert. Seit dem Jahre 2009 hat er endlich Verstärkung durch einen Stellvertreter erhalten und wie soll es anders sein, Richard Güntgen ist auch ein Ur-Kölner und hat ebenfalls karnevalistische Gene, die er nicht verleugnen kann.

Gott sei Dank haben immer wieder neue Freunde zu uns gefunden, die es schaffen, unseren Grundgedanken mitzuleben.

Die Mitglieder des Hubertuszuges „Doch noch dobee” leben in der Überzeugung, dass das freundschaftlich-kameradschaftliche Miteinander des Schützenwesens gerade jungen Menschen ein Maß geben kann und aufzeigt, dass neben dem Schnellkonsum der heutigen Zeit auch andere Werte gepflegt und zu schätzen es wert sind. Dabei helfen uns natürlich die Gründungsmitglieder und sie erinnern uns immer wieder daran, das jeder dazu beizutragen hat. Dieter Zazworka zum Beispiel, zeigt uns jedes Jahr erneut, das er die Technik beherrscht, nicht nur den Bau von Straßenbahnen, auch ein Durchlaufkühler für das kühle Hopfengebräu ist für Ihn kein Problem. Günter Arndt ist der Ingenieur der bei allen Problemen hilft und auch mal das Blumenhorn überarbeitet oder eine Planwagenfahrt organisiert. Uwe Burket unterstützt uns stets mit seinen Erfahrungen als Ehrenhauptfeldwebel und mit seinem botanischen Fachwissen bei der Bestückung des Blumenhorns, dass unser Höness Kurt-Dieter Pasemann dann bei der Höness-Parade mit Stolz präsentiert. Dieter Arndt übernahm unser Zuglokal „Hermkes Bur“ auf der Rheydterstrasse und sichert uns heute und hoffentlich noch sehr lange ein familiäre Umgebung am Kanal, wo viele von uns aufgewachsen und heimisch sind.

Nach nunmehr 25 Jahren und mindestens zwei bzw. bald drei Generationen haben sich viele Traditionen entwickelt, die für uns Maßstäbe sind und ein ungeschriebenes Dogma darstellen. Auch die Chargierten Wilfried Thiele, Frank Ferber und Frank Herstix sind jedes Jahr stolz traditionell den Ablauf des Schützenfestes mit Unterstützung der Gründungsmitglieder bis ins Detail zu planen und auszuführen. Schwungvoll und mit Elan helfen dann auch die restlichen Zugmitglieder, voran unser Hans Trotzky, der nach seiner Pension sich vollends engagiert, oder unser Friedel Thiele der zwar nicht zur Verjüngung des Zuges beigetragen hat, aber uns Jüngeren zeigt, wie man auch im gesetzten Alter die „Strapazen“ eines Schützenfestes würdevoll besteht.

Das hoffen wir auch für unseren Neuzugang Heinz Berang, der nach unzähligen „Jägerjahren“ zur richtigen Uniform fand und uns hoffentlich noch lange zur Seite steht.

Mögen die Zugmitglieder den Schwung, der zur Gründung des Zuges geführt hat und die Beständigkeit, die sie nun schon seit 25 Jahre in ihrer Schützenarbeit begleitet, mit in die Zukunft nehmen - auf dass es auch weiterhin heißt: Der Zug ist „Doch noch dobee”.






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